Plötzlich wendete eines der Tiere seinen Kopf und sah zu ihnen herüber. Es war größer als alle anderen und von atemberaubender Anmut. Die glänzende Mähne umspielte den Hals des Tieres wie ein lebendiger Wasserfall, und auf der Stirne erhob sich ein langes Horn, das im bläulichen Zwielicht silbern schimmerte. Er hörte, wie Elvira den Atem anhielt, und auch er wagte weiterhin kaum zu atmen.
Das riesige Tier löste sich langsam und majestätisch aus der Gruppe und bewegte sich auf sie zu. Kurz vor ihnen blieb es stehen und betrachtete erst Elvira, die demütig den Kopf senkte, und dann Jon. Die großen blauen Augen musterten den Knaben mit einer Intensität, dass ihm heiße und kalte Schauer über den Rücken liefen. Er wusste nicht, wie lange sie da Auge in Auge standen. In seinem Kopf erklang eine wunderbare Melodie, und er ließ sich von den Tönen tragen. Alles Leid, alle Schmerzen fielen von ihm ab.

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